Werbewirksame begleitende Maßnahmen

Begleitende Maßnahmen zur Förderung des Natur- und Umweltschutzes und deren Bekanntgabe in den Medien als Mittel, das Aufmerksamkeit erregt

Wer mit Intaktheit der Natur und mit Umweltthemen Gäste werben und dabei glaubwürdig bleiben will,

- Sollte auch etwas für die Natur tun (1),

- sollte von naturschädlichen Maßnahmen – insbesondere im Tourismus-Bereich – Abstand nehmen (2).

Radolfzell hat jahrzehntelang davon profitiert und damit Freunde gewonnen, dass man bei Planungen mit der Natur anders umgegangen ist als in anderen Städten und dass es Natur- und Umweltschutzprojekte gab, die es woanders nicht gab.

Diese gute Tradition sollte weiterverfolgt und weiterentwickelt werden.
Die Berichterstattung darüber kann als Werbeinstrument für einen anspruchsvollen Tourismus genutzt werden.

Beispiele für (1):

Radolfzell soll sich für die zügige Fertigstellung und Umsetzung Umsetzung der Managementpläne zu den europäischen Schutzgebieten im Stadtgebiet einsetzen, die derzeit erarbeitet werden. Dies gilt insbesondere für das neue europäische Schutzgebiet Bodanrück.

Neben naturnahen Bereichen der Seeufer sind Wiesengebiete und Auwaldreste die wichtigsten Lebensraumtypen in Radolfzell, die es zu schützen und gilt. Bei den Wiesen ist die naturschutzgerechte Pflege zu sichern.

Den Leitarten des Naturschutzes in Radolfzell (seltene Wasservögel, Weißstörche, Nachtigallen, Laubfrösche und Orchideen) ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Langfristige Unterstützung der Landwirte und Naturschutzverbände bei der Pflege und Gestaltung der Landschaft. Entweder direkt oder durch die Hilfe bei Förderanträgen.

Weitere Uferrenaturierung im Streuhau- und Herzengebiet.

Für das Hereinholen von natur- und umweltschutz-bezogenen Fördermitteln durch die Stadt sind ähnliche Zeit- und Personalkontingente bereitzustellen wie für die Beschaffung von Fördermitteln im öffentlichen Straßen- und Hochbau. Europäische Fördermittel dürfen dabei nicht vergessen werden. Fachleute können die Natur-schutzverbände vermitteln.

Zu prüfen ist übrigens auch, ob es Förderprogramme gibt, mit denen Zuschüsse für die genannten natur- und umweltbezogenen Maßnahmen eingeworben werden können.


Beispiele für (2):

Vermeidung flächenverbrauchender und naturzerstörender Tourismus-Infrastruktur

Vermeidung von Tourismus-Angeboten, die Bauten, Störungen und Parkplätze in oder am Rand von Schutzgebieten erfordern, landseitig wie seeseitig. Dies gilt insbesondere für das Schutzgebiet Radolfzeller Aachmündung.

Statt dessen Konzentration der seeseitigen Tourismus-Angebote auf den Uferabschnitt des Zeller Sees zwischen Strandbad und Bora-Sauna.

Aufrechterhaltung und weitere Verbesserung der Angebote für den Tourismus mit Bahnen, Bussen, Fahrgastschiff und Fahrrad

Umgestaltung bzw. Verlegung beeinträchtigender oder fehlplatzierter Bauten in und bei Schutzgebieten sowie an Punkten mit schöner Sicht. Beispiel: fensterlose Gebäude mit Seesicht (Kegelbahn etc.) 

Langfristig: Entwicklung der Kiesabbau-Bereiche als Rückzugsgebiete für die Natur und zur naturverträglichen „rummelplatzfreien“ Naherholung.

Weiterhin: Gewerbeflächen-Recycling vor naturzerstörender Neuerschließung.

Nachhaltiger und naturverträglicher Tourismus bedeutet auch Unterlassungen, wie der Verzicht auf Massenevents mit all seinen Folgen: Eine geführte Kanutour zur Naturbeobachtung verträgt sich nun mal nicht mit dem massenhaften Ausbau von Wassersportevents, mit Flächenverbrauch usw. Wir fordern daher die Stadt auf, sich für dieses Konzept des nachhaltigen Tourismus zu entscheiden.

 



Sie möchten Kontakt zum BUND-Ortsverband Radolfzell aufnehmen?

Ansprechpartner: Thomas Giesinger (Vorstandsmitglied)

Telefon (Büro): 07732 150726 

thomas.giesinger@bund.net

 

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